Kois im September/Oktober: Koi-Futtermenge anpassen

Futtermenge - Koifarm StraetenAb dem Monat September, spätestens im Oktober, ist es schon wieder spürbar: Die Tage werden kürzer und auch kühler.

Ab Oktober sind nun auch die Nachttemperaturen rückläufig. Es ist zwar noch lange nicht frostig, aber der gemütliche Aufenthalt am Teich in Sommergarderobe muss durchaus überlegt werden.

Die Kois werden nun auch langsam etwas ruhiger. Nun gilt es – je nach der aktuellen Temperatur und Sonneneinstrahlung – die Futtermenge anzupassen. Natürlich werden die Fische so lange gefüttert, bis sie wirklich keinen Appetit mehr haben. Aber eben die Futtermenge muss kritisch betrachtet werden. Es gilt der alte Grundsatz: Nach 5 bis spätestens 10 Minuten muss das Futter von den Kois aufgenommen worden sein. Schwimmt nach dieser Zeit immer noch Futter auf der Wasseroberfläche, so war die Futtermenge zu groß.

Zu große Futtermenge – ein Problem?

Zu viel Koi-Futter in den Teich geben, hört sich spontan ja nicht schlimm an. Bedacht werden muss aber unbedingt, dass dieses überschüssige Futter nun anfängt zu verderben und den Filter auf diese Art massiv belastet. Wenn die Temperaturen rückläufig sind, arbeiten auch die Filterbakterien nicht mehr ganz so fleißig, wie wir dies von ihnen bei wärmeren Temperaturen gewohnt sind.

Bewährt hat es sich bei den meisten Teichbesitzern, die aktuelle Futtermenge in einer Maßeinheit den Kois zur Verfügung zu stellen. Ein einfacher Becher, ein kleiner Topf oder ähnliches genügt. Das Futter muss nicht abgewogen werden – es geht ja nicht (!) um die genaue Grammzahl, sondern lediglich um eine Einschätzung der Futtermenge. So weiß man genau, welche Menge die richtige ist. Das Futter nun gezielt zu reduzieren ist jetzt einfach.

Diese „Maßeinheit“ bewährt sich übrigens auch ganz hervorragend, wenn mehrere Personen die Kois füttern. So kann die Tagesration abgemessen werden und in mehreren Portionen an die Kois gefüttert werden. Ein massives „Überfüttern“ kann so auch im Sommer prima verhindert werden.

Futtermenge unbedingt anpassen

Die Futtermenge anpassen ist eine sehr wichtige Angelegenheit und wird oftmals unterschätzt.

Denn dies gilt natürlich auch genau umgekehrt. Sollten die Temperaturen wieder wärmer und die Kois aktiver werden, wird auch die Futtermenge wieder erhöht. Mehr Aktivität bedeutet auch mehr Energiebedarf! Und wenn wir uns an die Herbst- und Wintermonate der vergangenen Jahre erinnern, wird uns klar, dass es teilweise massive Temperaturschwankungen gab. Fast sommerliche Oktoberwochen, Eisregen und Frost im November, sommerliche 20° C kurz vor Weihnachten.

Kois auf keinen Fall hungern lassen!

Generell gilt: Wenn die Kois Hunger haben, müssen sie auch Futter zur Verfügung gestellt bekommen! Der Koi-Besitzer ist in der Pflicht, seine Kois, egal ob Herbst oder Winter im Kalender steht, gut zu versorgen und nicht hungern zu lassen.

Aussagen aus vergangenen Zeiten, dass spätestens ab dem Monat November gar nicht mehr gefüttert wird, sind lange überholt.

Es gibt aber eben keine Pauschalregelung, ab wann welche Futtermenge ausreichend oder zu viel ist. Hier ist nun wirklich der Koi-Besitzer und seine Beobachtungsgabe gefragt. Er kennt seine Kois, er beobachtet die Wetterlage, er kennt die Sonneneinstrahlung bzw. die Schattensituation seines Gewässers, er entscheidet selbst fachmännisch über die richtige Futtermenge.